Technical Due Diligence

Ist die technische Leistungsfähigkeit des Unternehmens wirklich übertragbar?

Financial und Legal Due Diligence beantworten viele wichtige Fragen. Sie zeigen aber nicht automatisch, ob eine kritische Produktionsfähigkeit an einer alten Sondermaschine, proprietären Softwareständen, einem Hersteller oder dem Wissen einzelner Personen hängt.

Die Lücke

Ein wirtschaftlich gesundes Unternehmen kann technisch überraschend fragil sein.

Die entscheidende Frage ist nicht nur, ob die Anlagen heute produzieren. Entscheidend ist, ob die technische Fähigkeit nach Eigentümerwechsel, Personalwechsel, Ausfall einer Anlage oder Wegfall eines Lieferanten weiterhin beherrscht und wiederhergestellt werden kann.

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Beispiel

Eine einzige Sonderanlage kann die wirtschaftliche Bewertung eines Betriebs verändern.

Steuerung abgekündigt. Kein aktuelles Restore getestet. Ein Mitarbeiter kennt die Parametrierung. Hersteller-Support nur noch informell. Ersatzteil-Lieferzeit mehrere Monate. Solche Abhängigkeiten sind im laufenden Betrieb oft kaum sichtbar – bis sie relevant werden.

Prüffelder

Wir prüfen technische Risiken, die für Übertragbarkeit, Wert und Fortführung relevant sind.

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Kritische Anlagen

Welche Maschinen, Linien oder technischen Fähigkeiten tragen überproportional zur Wertschöpfung bei?

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Schlüsselpersonen

Welche technischen Funktionen hängen faktisch an einzelnen Personen, deren Wissen nicht ausreichend übertragen ist?

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Software & Restore

Sind Programme, Parameter, Engineering-Umgebungen, Lizenzen und Backups vollständig und praktisch nutzbar?

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Obsoleszenz

Welche Komponenten oder Systeme sind schwer beschaffbar, nicht mehr unterstützt oder nur über informelle Wege ersetzbar?

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Hersteller & Partner

Welche Fähigkeiten liegen außerhalb des Unternehmens und welche Alternativen bestehen, wenn ein Partner ausfällt?

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Wiederanlauf

Wie realistisch ist die angenommene Wiederherstellungszeit bei einem technischen Ausfall?

Ergebnis

Eine technische Entscheidungsgrundlage – keine pauschale Unternehmensbewertung.

Der vereinbarte Scope wird in seinen wesentlichen technischen Abhängigkeiten beschrieben. Das Ergebnis kann in Kaufprüfung, Nachfolgeplanung oder Post-Closing-Maßnahmen einfließen.

Risk Map

Kritische technische Abhängigkeiten und Single Points of Failure – nach Relevanz für Fortführung und Wiederherstellung.

Continuity Findings

Konkrete Befunde zu Wissen, Software, Anlagen, Obsoleszenz, Support und technischen Übergaberisiken.

Post-Closing Prioritäten

Maßnahmen, die unmittelbar nach Übernahme oder im Zuge der Nachfolge technisch abgesichert werden sollten.

Für Berater & Investoren

Ergänzend zu Financial, Legal und Commercial Due Diligence.

Technical Continuity betrachtet nicht die Bilanz, Verträge oder Marktposition, sondern die technische Fähigkeit hinter der Wertschöpfung. Die Prüffrage kann gemeinsam mit M&A-Beratern, Nachfolgeberatern, Investoren oder dem Käufer definiert werden.

Die Prüfung ersetzt keine klassische technische Anlagenbewertung, Safety-Prüfung, Cybersecurity-Prüfung oder finanzielle Due Diligence. Sie fokussiert auf Übertragbarkeit, Wiederherstellbarkeit und kritische technische Abhängigkeiten.

Einstieg

Die Prüffrage wird vorab klar begrenzt.

Das kann eine einzelne kritische Produktionsfähigkeit, ein Werk, eine Sonderanlage oder ein ausgewählter technischer Risikobereich sein. Aufwand und Festpreis werden nach kurzem Scoping transparent vereinbart.